Baugenehmigung für Terrassenüberdachung

Bevor man mit dem Bau einer Terrassenüberdachung beginnt, sollte man sich nach den gesetzlichen Bestimmungen erkundigen. In einigen Bundesländern benötigt man ab einer bestimmten Größe eine Baugenehmigung. Auf alle Fälle darf man seine Nachbarn nicht stören, also ihnen nicht die Sicht versperren oder der Sonne berauben.

Foto einer Terrassenüberdachung
  • Bauamt

    Baugenehmigung für Terrassenüberdachung (Foto: Fotolia.de - wooden arbor © CraterValley Photo)
    Am besten begibt man sich zu seinem zuständigen Bauamt und erfragt dort, ob eine Genehmigung benötigt wird. Dann muss man einen Bauantrag stellen und auch warten, bis dieser genehmigt wird. Ansonsten kann so ein Bau unangenehme Folgen haben, bis hin, dass man die Überdachung wieder entfernen muss. Wenn man keine Genehmigung hat, kann sich im Schadensfalls auch die Versicherung weigern, für einen Schaden zu zahlen, z.B. wenn das Dach bei Sturm wegfliegt und beim Nachbarn das Haus beschädigt. Man ist also immer auf der sicheren Seite, wenn man einen Antrag stellt. In einigen Bundesländern geht es gar nicht ohne. Wird später festgestellt, dass die Genehmigung fehlt, droht eine satte Strafe oder gar der Abriss.

    Man kann natürlich auch im Internet googeln und Einsicht in die zuständige Bauordnung des eigenen Bundeslandes nehmen.

    Wenn die fest installierte Terrassenüberdachung nicht genehmigt wird, kann man immer noch eine Markise anbringen. Die schützt vor Sonne, neugierigen Blicken und auch vor kleinen Regenschauern.

    Nachbarschaftsrecht

    Auch das Nachbarschaftsrecht gilt es zu berücksichtigen. Vor allem bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften kommt es immer wieder zu erbitterten Streitereien, weil sich ein Nachbar durch die Terrassenüberdachung gestört fühlt. Deshalb ist es in solch einem Fall besser, auch das Ok der Nachbarn einzuholen. Werden sie nicht gefragt, neigen einige dazu, dann ganz genau auszumessen, dass zentimetergenau alle Vorgaben eingehalten werden und wehe, es fehlen einige Zentimeter bis zu ihrer Grundstücksgrenze. Dann werden langjährige nette Nachbarn zu erbitterten Paragrafenreitern und streiten jahrelang. Das muss man nicht haben und sollte es nach Möglichkeit umgehen.